Mehr Schein als sein: aus der Geschichte des Geldes lernen?

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Ausstellungseröffnung im Museum für Kommunikation in Berlin: “Die Sprache des Geldes”.

Vorbereitungszeit: ein Jahr.

Schirmherrschaften und Grußworte sprechen für sich und zeugen von einer Sicht auf die Bankenwelt, die klare Strukturen kennt.  Dr. Jürgen Stark, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank bezeugte dies als Grußwortüberbringer für die EZB . Man “dürfe” sich diese Ausstellung und ihre Inhalte anschauen. Danke! Wir müssen dem Euro dankbar sein für seine Stabilität in Krisenzeiten. Danke! Geld ist eine reine Vertrauensangelegenheit! Daher wurde auch der Euro und nicht der zu französisch klingende ECU eingeführt. Danke! Jeglicher vermeintlicher Widerstand wurde also vermieden. Wird aber nicht erst durch einen konstruktiv kritschen Meinungsaustausch Vertrauen aufgebaut?

Podium

Bild: Martin Ciesielski

Achtete man auf die Sprache der Redner, so fiel auf, dass es insgesamt recht unkritisch zuging auf dem anschließenden Podium. Thomas Fischermann von DIE ZEIT begrüßte zwar die moralischen Diskussionen über die Finanzkrise, gab diesen allerdings ein Verfallsdatum von einigen Wochen/Monaten. Danach würde es noch mehr darum gehen, den eigenen Abstieg zu verhindern und noch mehr zu verdienen. Money schlägt Moral. Klares Statement.

Auch Gregor Isenbort, Kurator der Ausstellung, zitierte Statistiken, wonach reiche Menschen sich durchaus als glücklich beschreiben (ob sie dies nun wahrhaftig sind oder ob sie diese Aussage treffen, weil sie ein Stück weit dazu gesellschaftliche verpflichtet sind, sei an dieser Stelle dahin gestellt und eine methodische Frage - im Rahmen einer Ausstellung mit Bildungsauftrag sicherlich auch zu weit führend). Da dieser Glückszustand allerdings nur temporär ist (Keeping up with the Joneses gillt auch für Milliardäre), beginnt sich eine Spirale des immer mehr zu drehen. Die weitere Forschungsliteratur, die von Isenbort zitiert wurde, lies den Schluss zu, dass diese Veranlagung des “immer mehr” tief in unserer Biologie verwurzelt ist, wogegen man ja wohl kaum was tun kann. Sofern man den aktuellen Stand der Neurobilogie, der Kognitionswissenschaft etc. kennt, weiß man, dass diese noch am Anfang ihrer Forschungsarbeiten stehen. Vergleichbar mit der Erhebung von Straßenverkehr, wo man zwar Bewegungen erfassen kann, aber wohl kaum Aussagen darüber treffen kann, warum der oder die Einzelne von A nach B möchte, geschweige denn, was dort jeweils genau passiert und warum.

Am fundiertesten schien Prof. Dr. Ulrike Lechner, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Bundeswehruniversität München zu argumentieren. Ihre Statements über die realwirtschaftlichen Auswirkungen von Second Life oder World of Warcraft ließen den Moderator des Abends, Theo Koll, das ein und andere Mal andächtig verstummen. Ja, in diesen “Parallelwelten” bahnt sich eine Veränderung an, die auch Auswirkungen auf unsere Realwirtschaft hat. Ja, Regionalwährungen und Tauschringe sind  eine Gegenbewegung zum zuvor hoch gelobten Euro - so Frau Lechner.

Michael Kneissler brachte den Aspekt der Promi-Währung ein. Paris Hilton, die eigentlich nie ihre Rechnungen bezahlt - allerdings die beste Werbung ist.  Larry Ellision, so ein weitere Beispiel von Fischermann, muss sich wirklich anstrengen, nicht mehr zu verdienen. Einige hunderttausend Dollar muss er stündlich ausgeben (konsumieren, nicht anlegen), damit er nicht reicher wird. Das Problem fängt schon bei fünf Milliarden an. Bei solchen Vorbildern, fällt es sicherlich schwer mit Hartz IV klar zu kommen und nicht prominent zu sein.

Insgesamt war das Podium eine Runde von schwachen Statements, wissenschaftlichen Halbwahrheiten und stark politisch gefärbten Argumtationen, die eine Ausgewogenheit vermissen ließen, die bei dem Thema durchaus hätte angebracht sein müssen.

Ähnliches ließ sich im Anschluss auch über die Ausstellung sagen. World of Warcraft,  als ein Beispiel virtueller Ökonomien zu verstehen, war im Bereich der Glücksspiele plaziert (vielleicht in Anlehnung an das Börsengeschehen?), während aktuellen Finanzthemen kaum mehr wahrzunehmen waren. Auch eine Möglichkeit, sich diesem Thema anzunehmen.

Nun ist eine Museumseröffnung vielleicht auch nicht der richtige Rahmen, um die Welt finanztechnisch zu revolutionieren. Ob eine von Telekom, Post und Steuermitteln finanzierte Stiftung, die wiederum ein Museum betreibt unberblümt für private Firmen in ihrer Ausstellung Werbung machen kann, sollte allerdings wiederum  kritisch hinterfragt werden.

Natürlich kann man bei diesem Thema nicht neutral bleiben. Aber ausgewogen. Meinungsbildend. Beides bleibt die Ausstellung leider schuldig.

Wer also wissen will, was richtig und falsch ist, an unserem lieben Geld, der schaue sich die aktuelle Ausstellung im Museum für Kommunikation an. Wer sich eine eigene Meinung bilden möchte, findet vielleicht die ein oder andere Inspiration im Rahmenprogramm der Ausstellung oder stöbere im Internet. Stichworte: Geld, Macht, Medien und Kommunikation. Das Ergebnis wird besser sein. Und kein Jahr dauern…

Puppenstube

Bild: Martin Ciesielski

GLS und Geld-Magazin.de - zwei Seiten einer Medaille

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Johannes Korten von der GLS hatte wunderbare Beispiele mitgebracht - aus der Blog- und Twitterwelt der GLS Bank. Ein unterhaltsamer Bericht aus der Praxis.

Die Verbraucherseite beleuchtete Anette Rehm vom Geld-Magazin.de mit viel Humor und harten Fakten.

Willi Schroll - next values!

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Der Vortrag von Willi Schroll (ehem. Z_punkt GmbH The Foresight Company, jetzt strategiclabs) vor der Mittagspause war sehr gut gesetzt. Mit next values traf er den Nerv der Zuschauer und warf damit die Frage danach auf, welche Werte es zukünftig geben wird, auf deren Grundlage gehandelt werden wird. Virutell und real.

Hier nun, nach der Präsentation, das Video.

Video: Eröffnungs-Keynote von Viktoria Trosien und Martin Ciesielski

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Hier nun das erste Video zu unserer next banking -conference- vom 16.6.2009 in Berlin.

In der Eröffnungs-Keynote führten Viktoria Trosien und Martin Ciesielski in das Thema ein und stellten die kontroverse Frage “Wozu Banken?” in den Raum.

Willi Schroll fragt auch: Wozu Banken?

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next banking hat sich eine kleine Sommerpause gegönnt.
Nach der Konferenz war quasi vor dem Urlaub. Aber nunmehr werden Viktoria und ich wieder vermehrt Leben und Traffic an dieser Stelle erzeugen. Beginnen wir doch einfach mit der wundervollen Präsentation von Willi Schroll. Enjoy!
View more documents from Willi Schroll.

KICK OFF Präsentation next banking -conference -

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Politik. Banken. Old School.

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Durch Zufall bin ich gestern auf eine Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung gestoßen. “Aus Politik und Zeitgeschichte” Ausgabe 26/2009 widmet sich dem schönen Thema Geld. “Wie gehen die Deutschen mit Geld um?”, “Lernen, mit Geld umzugehen”, “Suche der Verbraucher nach verantwortlichen Kreditinstituten”, “Die Rolle von Geld und Kapital in unserer Gesellschaft”, “Probleme und Chance der deutschen Bankenlandschaft”, heißen die verheißungsvollen Titel. Wer dort Social Media oder sonstige Web-Einflusse thematisiert findet - bitte Hinweise als Kommentar posten…;) Ich jedenfalls habe bei einem ersten Überfliegen nichts dergleichen entdecken können. Schade. Gut für uns ;)

barCamp Bank will follow!

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leitfrageJa, sie war  ein toller Erfolg. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Banken, PR- und Werbeagenturen, Beratungen, Affiliate-Anbieter, Mobile-Firmen, Personalentwickler und IT-Firmen. Eine Mischung mit viel Reibung und kontroversen Diskussionen. Eine gute Mischung für innovative Ideen und neue Ansätze.  Hier, als ein erster Teaser für das Material der Veranstaltung, unsere Einstiegspräsentation.

Die neuen Banken kommen…

Es wird weitergehen mit next banking. Das barCamp Bank für den 23.-25. Oktober 2009 ist in Planung, viele andere Projektideen wurden angestoßen. Wir sind gespannt.

Um alle auch weiterhin bestens zu vernetzen, hier noch einmal der Link zu unserer Xing-Gruppe.

diskussion

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Ein erstes Resumee zur next banking -conference-

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Wir haben den Dialog gesucht - und unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen: kontroverse Diskussionen, überzeugende Konzepte, herausfordernde Denkanstöße, leidenschaftliche Präsentationen voller Humor und Authenzität, sowie Unmengen an neuen Ideen - alles in einer Atmosphäre die vor Tatendrang und Inspiration sprühte - ja, die Luft glühte…..

Dafür danken wir, Viktoria Trosien und Martin Ciesielski, den Teilnehmern der next banking -conference-! Wir haben sie fast alle erwischt, auf unserer People Wall:

peoplewall-klein


Unser besonderer Dank geht vor allem auch an unsere Sponsoren, welche diese Veranstaltung erst ermöglicht haben: das Geld Magazin von Anette Rehm, die mit Leidenschaft, Humor und auf den Punkt gebrachter Kritik für die Kundeninteressen im Banking eintritt und Next ID, welche vertreten durch Urs Lässer mit Begeisterung neue Wege im Mobile Banking nicht nur aufzeigen, sondern gehen!

Zum Abschluss der next banking -conferenc- hatten wir nach der nächsten Killerapplikation in Banking&Payment gefragt, hier die Ideen - machen Sie was draus!

  • “Geldbörse” im vernetzten “digitalen” Assistenten
  • Avatar mit tausend Kraken (-> Informationsvorsprung), der mich von allen Finanzfragen entlastet
  • grenzenlose Kontoeröffnung + Kontowechsel
  • Die Kreativität der Menschen und der Respekt, gerade wenn es um das Wichtigste geht, das liebe Geld!
  • Mobile Micro-Payment
  • Peer to Peer - “Akquise” von “Bank” trennen
  • Mobile Smava - peer debt relief of the develop world
  • funktionierendes Micro-Payment
  • Peer-to-Peer Banking & Microfinance
  • Kundenbindung - ganzheitlicher Betreuungsansatz
  • komfortable Bankingsoftware für MAC + Sync mit iPhone
  • Mobile Payment
  • mündige Bürgerselbstbestimmung -> Sozial Banking-Systeme
  • Mobile Banking + Geo-Integration + Produktbetrachtung
  • Totally Cashless!!
  • Peer-to-Peer-Asset-Deal
  • 1 Platfom/ 1 Zahlungsmedium für Bargeld, Kreditkarte, Girokonto, Telekom/ Firmenpayment
  • True Valid Micro Banking
  • Fidor-like Platform - vertikale smava-like Dienste
  • B2B-Brokerage
  • Microkredit
  • Bezahlen mit Fingerabdruck
  • Plattform für Vertrauens-Ranking für Banken + Finanz-Produkte
  • Online rechtlich zulässiger Vertragsabschluss für Neukunden
  • Vertrauensintelligenzmanagement
  • inflationssicheres Geld
  • P2P-Banking für alle Finanzaktionen
  • NFC-basiertes mobile Payment
  • Offen für Bewertung
  • Einfache Produkte
  • brauche keine Bank, sondern Finanzcoach
  • Ranking für Vertrauen
  • Ziel/ Interessen bezogene Recomendations Online
  • Plattform für Eigenkapitalvermittlung
  • Risikohandel = Absicherung gegen neue Formen von Risiken
  • biometrisch gestützte, sichere Zahlungsabläufe/ -verkehr
  • easy physical cashless micropayments
  • Wahlmöglichkeit für verschiedene Designs von Geld für verschiedene Zwecke
  • NEUE Lösung für Kreditvergabe

Vielen Dank an Sie alle und wir freuen uns auf den weiteren inspirierenden Ideenaustausch mit Ihnen - auf dass den Worten Taten folgen!

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next banking - Die Zukunft des Banking beginnt jetzt!

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schweinchen-q2-grossNun ist es soweit, nur wenige Wochen nach der ersten Idee, findet heute die next banking -conference- mit einem vielfältigen Lineup spnannender Speakern statt. Es geht um die Zukunft des Bankings!

Nicht erst seit der Finanzkrise haben die Banken das Vertrauen ihrer Kunden verloren. Bieten Internet, Mobile und Social Media Strategien ihnen nun neue Chancen, dieses Vertrauen zurück zu gewinnen und zu vertiefen? Oder ermöglichen es gerade die digitalen Trends ganz neue Wege in Banking und Payment zu gehen - ganz ohne Banken?

Was ist der Stand der Dinge? Was ist heute schon möglich und welche Szenarien werden sich in den nächsten Jahren auftun?

Fragen gibt es viele, wir hoffen heute, erste Antworten zu liefern. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Gästen auf einen informativen und inspirierenden Gedankenaustausch zur Zukunft des Bankings!